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Download "Überprüfung des Unterbodens"

 Feuchtemessprotokoll Unterboden
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Tipps rund um die Verlegung Ihres Adler Fertigparketts

Im folgenden finden Sie einen Überblick, was alles vor dem Kauf Ihres Parketts, aber auch während der Verlegung Ihres Parketts zu beachten ist. Sollten Sie die Verlegung von einem Fachmann vornehmen lassen, so hält sich selbstverständlich der Parkettleger immer an diese Vorgaben.

Ausmessung eines Raumes und Festlegung der Verlegerichtung

Als erstes wird jeder Raum ausgemessen, um für die Verlegung die günstigste Einteilung mit dem geringsten Verschnitt zu bekommen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Elemente in Längsrichtung des Raumes, bei quadratischen Räumen gleichlaufend zur Hauptlichtquelle (Terrassenfenster etc) zu verlegen. Die Raumproportionen können aber auch durch geschickte Wahl der Verlegerichtung betont werden. Kleinere Räume erscheinen durch Verwendung von helleren Hölzern größer.

 

Verschnittberechnung

Bitte vergessen Sie nicht, einen ausreichenden Verschnitt mit einzukalkulieren, damit Ihnen während der Verlegung nicht das Material ausgeht.

Es haben sich folgende Erfahrungswerte herausgebildet bei einer durchschnittlichen Raumgröße (ca. 30 m2) und einem rechteckigen Format. Berücksichtigen Sie bitte, dass sich der Verschnitt sich im Falle von kleineren Räumen sowie im Falle von Wandvorsprüngen oder Nischen entsprechend erhöht. Eine Diagonalverlegung erhöht den Verschnitt zusätzlich um 1,5 - 2,0 %:

 

Unregelmäßiger Verband ca. 3 % 
Regelmäßiger (Englischer) Verband ca. 3 - 6 % 
Fischgratverlegung ca. 10 % 
Verlegung unserer Schlossdiele Château by adler (unregelmäßig)  ca. 5 % 

 

 

Verpackung

Unsere Adler-Fertigparkettdielen sind hochwertig verpackt, um besten Schutz zu garantieren. Zum einen sind die Kanten und Seiten durch einen Vollkarton geschützt, zum anderen verhindert eine Schrumpffolie eine weitgehende Verschmutzung und kurzzeitige Feuchtigkeitseinwirkung während des Transportes und Lagerung. Die Folie bietet jedoch keinen Schutz vor längerer Feuchtigkeitseinwirkung und ersetzt kein trockenes Lager. Unsere „Chateau by adler" - Dielen sind in speziell angefertigten Holztransportkisten verpackt.

 

Raumklimatische Bedingungen bei der Verlegung

Tapezier- und Malerarbeiten, sowie frisch verputzte Nebenräume und Durchzug mit hoher Umgebungsfeuchte widersprechen der Akklimatisierungsabsicht und sollten vorher abgeschlossen sein. Ebenso total untertrocknete Räume von nur 20 - 30% Luftfeuchte!

  

Überprüfungpflicht des Materials VOR der Verlegung

Bei jeder Produktion sind auch Menschen im Spiel und es können deshalb auch ab und an Fehler unterlaufen bzw. Mängel in all unserer mehrstufigen Qualitätskontrolle übersehen werden. Schäden können auch während des Transports eintreten. Bitte prüfen Sie deshalb vor dem Verlegen bei Tageslicht die Elemente auf erkennbare Fehler oder Schäden sowie auf Farbe und Struktur. Bereits verlegte Ware ist von Reklamationsansprüchen ausgeschlossen. 

  

Überprüfung des Unterbodens

Der Unterboden ist vor der Verlegung gemäß VOB Teil C DIN 18 356 „Parkettarbeiten" zu prüfen. Der Boden muss trocken, sauber und eben sein. Bei Einhaltung dieses Grundsatzes kann Fertigparkett auf altem Stein oder Dielenboden sowie auf Span- oder Dämmplatten etc. verlegt werden. Alte Dielenböden sind nachzuschrauben, um eventuelles Knarren zu beseitigen.  Wir empfehlen bei schwimmender Verlegung alte Teppichböden komplett zu entfernen, um einen festen Unterboden zu garantieren. Somit werden auch Hausstaubmilben und andere Unreinheiten, die sich in alten Teppichböden über die Jahre angesammelt haben, entfernt und das Raumklima verbessert. Wir raten von Kork als Unterboden ab, da Kork das Gleiten des schwimmend verlegten Fertigparketts und damit das naturbedingte Arbeiten des Holzes verhindert!  

Feuchteprüfung 

Der Unterboden muss auf eventuelle Feuchtigkeit mit z.B. einem CM-Fechtemeßgerät überprüft werden. Es sind folgende Grenzwerte einzuhalten, wobei grundsätzlich niedrigere Werte anzustreben sind:

 

 ohne
Fussbodenheizung
mit
Fussbodenheizung 
Zementestrich (CT Estrich) 2,0 CM-(Masse) % 1,8  CM-(Masse) %
Anhydridestrich (CAF-Estrich) 0,5 CM-(Masse) % 0,3 CM-(Masse) %

 

Ist mit permanenter Feuchtigkeit zu rechnen (z.B. Estriche mit CM-Wert > 1,8 mm und vor allem bei Neubauten), darf erst mit der Verlegung begonnen werden, wenn eine funktionierende Dampfbremse verlegt worden ist. Wir empfehlen hierfür bei schwimmender Verlegung unsere Trittschalldämmung ALUFLEX mit alukaschierter Dampfsperre.

In den Downloads und hier am Seitenbalken können Sie ein CM-Feuchtemessprotokoll für Ihre Unterlagen herunterladen. 

Ebenheitsprüfung 

Der Unterboden muss den Ebenheitstoleranzen der DIN 18 262 Zeile 3 genügen, egal ob eine schwimmende Verlegung oder vollflächig Verklebung erfolgt:

Auf einer Unterbodenlänge von  1,0 m  2,0 m
maximale Ebenheitstoleranz von 4 mm 6 mm 

Eventuell vorhandene Unebenheiten sind mit einer Zwischenlage oder geeigneten Spachtel-, oder Niveliermasse nach Herstellervorschriften auszugleichen. Die Randdämmstreifen am Estrich dürfen erst nach Voranstrich- und Spachtelarbeiten entfernt werden.

Oberflächenfestigkeit 

Bei vollflächiger Verklebung ist zusätzlich darauf zu achten, dass der Unterboden druck- und zugfest und rissfrei ist. Dies ist mit der Gitterritzprobe zu überprüfen. Verschmutzte Stellen müssen vor Verunreinigungen wie Ölen, Fetten, Wachs, Farbe, Gips, Staub und anderen haftungsstörenden Substanzen befreit werden.

Tagesansatzfugen

Im Estrich vorhandene Scheinfugen oder Sollbruchstellen sind vor der Verlegung kraftschlüssig zu verbinden und auszuspachteln. Baudehnungsfugen dürfen auf keinen Fall geschlossen werden.

 

Notwendiges Werkzeug

Um die Arbeiten ausführen zu können, benötigen Sie ganz normale Werkzeuge, die Sie wahrscheinlich schon zu Hause haben. Je nach Verlegeart, werden zum Teil auch etwas andere Werkzeuge benötigt. Für nähere Informationen lesen Sie sich vorher die jeweilige Verlegeanweisung durch. Sollten Sie einige Werkzeuge nicht zur Hand haben, so hilft Ihnen Ihr Holzfachhändler gern weiter.  

 

Einhaltung von Dehnungsfugen (Bewegungsfugen)

Holz ist ein lebendiges Material und arbeitet im direkten Verhältnis zur Luftfeuchtigkeit. Steigende Luftfeuchtigkeit bedingt ein Quellen des Holzes (Sommer) und sinkende Luftfeuchtigkeit ein Schwinden der Dielen (Winter). Von größter Wichtigkeit ist daher die Einhaltung eines Randabstandes (Dehnfuge) zu allen aus dem Boden herausragenden Bauteilen (Wände, Türzargen, Balkontüren, Rohrleitungen, Treppengeländer) und angrenzenden Übergängen (Fließen, Teppichböden, andere Fußbodenbeläge). Der Abstand zu diesen Teilen soll ca. 15 mm betragen.  

Die Faustformel lautet:

 

2 mm Dehnfuge pro Meter in der Breite bzw. Länge des Raumes.

 

Der Dehnungsabstand wird durch das Einlegen von Keilen gesichert. Diese Keile müssen sofort nach der Verlegung unbedingt wieder entfernt werden. Diese Fugen werden dann am Ende mit Sockelleisten bzw. Profilsystemen abgedeckt.

Bei schwimmender Verlegung darf nicht länger als max. 12 m und / oder breiter als max. 6 m in einem Stück verlegt werden. Bei Überschreitung dieser Maßangaben ist unbedingt eine Dehnungsfugung einzuarbeiten oder aber eine vollflächige Verklebung vorzuziehen. Bei schwimmender Verlegung muss auch darauf geachtet werden, dass bei Räumen, die durch Türen getrennt sind, in den Türdurchgängen Trennunsgfugen eingearbeitet werden.

Baudehnungsfugen dürfen bei der Vorbereitung des Unterbodens auf keinen Fall geschlossen werden und müssen in der Parkettfläche übernommen werden. 

 

Finishbehandlung nach erfolgter Verlegung

Sowohl acrylversiegelte als auch NATURA geölte Böden müssen nach DIN 18566 und 18307 immer eine Finishbehandlung erhalten. Sehen Sie hierzu die geltenden Pflegeanleitungen. 

 

Einhaltung eines gesunden Raumklimas

Die Werterhaltung Ihres hochwertigen Adler-Fertigparketts aber auch Ihr eigenes Wohlbefinden erfordern die Einhaltung eines gesunden Raumklimas (20-22 °C und 45-60% rel. Luftfeuchtigkeit). Wie oben schon angeführt (Einhaltung der Dehnfugen), besteht eine Abhängigkeit zwischen Holz- und Luftfeuchte. Bei Unterschreitung der relativen Luftfeuchtigkeit von 50% und bei Boden- Oberflächentemperaturen über 24 °C muss mit einer Fugenbildung gerechnet werden. Zu hohe relative Feuchtigkeit über 60% kann zur Verschüsselung oder Verwerfung führen. Bei diesen Tatbeständen besteht kein Anlass zu Reklamationen. Der Einsatz eines Hygrometers und eines elektrischen Luftbefeuchters ist daher von Vorteil.  

 

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